Unsere Jahresaktion „Kolpingjugend der FAIRband“, kurz nur „KK“ (für „kritischen Konsum“) genannt, lief von Herbst 2012 bis Ende 2014. Folgendes wurde im Laufe der Aktion umgesetzt:

 

Arbeitsgruppe

Es wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich um das Thema und den damit verbundenen Aktionen kümmert. Die Gruppe bestand aus Ehrenamtlichen, einem Vertreter der Diözesanleitung und einer Honorarkraft. Sie traf sich in unregelmäßigen Abständen über den gesamten Projektzeitraum.

Jugendgottesdienste

Am 17.11.12 fand der Jugendgottesdienst zum Thema „Entedank“ statt. Er sollte eine Brücke schlagen zwischen den „DAKtales“, eine Werbeaktion für den Diözesanarbeitskreis, und dem kommenden Jahresthema „Kolpingjugend der FAIRband“.

Anlässlich des Bundeshauptausschusses des Kolpingwerkes Deutschland wurde der Gottesdienst am 09.11.13 mitgestaltet. Das Thema war „Gebt ihr ihnen doch zu essen!“. Es wurde auf den Überfluss von Lebensmittel in den einen Teilen der Welt und gleichzeitigen Mangel in anderen eingegangen. 

Auch im Folgejahr fand wieder ein Gottesdienst statt, dieses Mal am 06.12.14 unter dem Thema „Reise nach Jerusalem“.

Diözesankonferenzen 1.2013 – 2.2014

 Die Diözesankonferenz 1.2013 bildete den offiziellen Startschuss zum Jahresthema. Am Freitagabend und Samstag fand der Bildungsteil zum Thema „kritischer Konsum“ statt. Freitagabend waren Wibke Schaeffer und Moritz Zielke von wiederverwandt da. Sie führten mit uns eine 72 Minuten-Aktion zum Thema „Upcylcing“ durch. Bei diesem Workshop  konnten aus alten Fahrradschläuchen Schlüsselanhänger, aus leeren Weinflaschen Trinkgläser oder aus Bücher Bilderrahmen gemacht werden. Samstags kam Peter Bednarz, Referent der evangelischen Jugend Westfalen für den Schwerpunkt „Jugend und Eine Welt“, vorbei.  Er stellte in einer Präsentation vor, was kritischer Konsum eigentlich bedeutet und was es alles umfassen kann. Nachmittags kam Annika Triller vom BDKJ vorbei. Sie stellte die 72 h Aktion vor und sammelte mit den Teilnehmenden Ideen, wie man das Jahresthema in den Projekten aufgreifen kann. Zudem ermunterte sie die Gruppen, sich anzumelden.  Auch auf den folgenden Konferenzen wurde das Thema immer wieder aufgegriffen. So wurde auf der Konferenz 2.2013 die Verbandszeitschrift „Fairytale“ geplant und mit den Teilnehmende Ideen und Themen gesammelt. Im Frühjahr 2014 stellte die Arbeitsgruppe ihre faire Gruppenstunde vor und führte mit den Teilnehmenden ein Cola Tasting durch. Auf der Konferenz 2-2014 wurde eine politische Stellungnahme zum Thema verabschiedet.

Zudem wurde auf jeder Konferenz aus der Arbeitsgruppe berichtet, was an Aktionen bereits gelaufen war und wie es weiter geht.

Die gute Schokolade

Es wurden 500 Tafeln „Die gute Schokolade“ gekauft und mit Verbandsaufklebern mit der Aufschrift „Vernasch mich“ beklebt. Diese wurden bei verschiedenen Aktionen als kleines Geschenk verteilt oder zum Verkauf angeboten. Der Erlös kommt dem Projekt Blumenberg der Kolpingjugend zugute.

SMS Aktion

Während der Fastenzeit 2013 und 2014 wurden jeden Tag kleine Impulse rund um das Thema kritischer Konsum verschickt. Sie sollten anregen, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und reflektieren, oder Tipps geben, was man konkret ändern kann. An den Sonntagen wurde eine Brücke zum vorhergegangenen Jahresthema „Kolpingjugend macht Sonntag“ geschlagen und dieser Tag als besonderen Tag in der Woche herausgehoben. Insgesamt haben in jedem Jahr je über 150 Personen teilgenommen und fast 50 SMS erhalten. 

72 Stunden Aktion

Auf der Diözesankonferenz wurden die Kolpingjugenden angeregt, eine 72 h Aktion durchzuführen. Von da an wurden sie bei ihren Überlegungen und Planungen unterstützt. Letztlich haben sich 5 Kolpingjugenden angemeldet und bei 2 weiteren Aktionen war die Kolpingjugend in der Organisation beteiligt. Die KJ Neuss entschied sich für eine „Get-it“ Variante und restaurierte u.a. ein  Kindergarten Außengelände. Die KJ Dieringhausen sammelte in ihrer Stadt Müll ein, der auf den Straßen und im Grünstreifen lag. Die KJ Derschlag restaurierte das grüne Klassenzimmer und den Schulgarten einer Grundschule. Die KJ Rheidt restaurierte den Pfarrgarten und baute u.a. ein Bienenhotel und hängende Gärten aus alten Flaschen. Die KJ Morsbach veranstaltete einen Aktionstag für Kinder. Die KJ Burscheid beteiligte sich an der Aktion der Burscheider Jugenden, bei der sie ein Pappdorf bauten, dort lebten und verschiedene Aktionen durchführten. In Kerpen beteiligte sich die KJ Kerpen beim Umzug des Eine-Welt Laden. Während der 72 h Aktion besuchte die Diözesanleitung und Mitglieder der Arbeitsgruppe alle Aktionen.

Ferienfreizeitpäckchen

Alle Kolpingjugenden, die über Pfingsten oder in den Sommerferien auf Freizeit fuhren, bekamen ein Ferienfreizeitpäckchen. Es wurde besonders auf die Nachhaltigkeit geachtet und so einige Artikel ausgelassen oder ersetzt. Im Päckchen waren u.a. enthalten: die gute Schokolade, Kolpingjugend Becher, Frisbees, Freizeitarmbändchen, Lieder und Texte für einen Gottesdienst, Spielanleitung „das FAIR-kotzende Känguru“, Broschüre „faire Ferien“, Infomaterial zum Jahresthema. 2013 gingen an Pfingsten 6 Päckchen raus, im Sommer 15. Insgesamt wurden über 750 Kinder und Jugendliche erreicht. Im Folgejahr wurden die Inhalte noch einmal bezüglich ihrer Nachhaltigkeit nochmal überarbeitet. Die Teilnehmerzahlen nahezu identisch.

Die faire Gruppenstunde

Es wurde ein Konzept und die Inhalte für eine faire Gruppenstunde, bzw. Bildungsnachmittage erstellt. Insgesamt wurden 8 Module erarbeitet. Aus diesen konnte ausgewählt und ein eigenes Programm erstellt werden. So war es möglich, sich den Interessen, der Gruppengröße und dem Alter der einzelnen Gruppen anzupassen. Ein Probedurchlauf wurde bereits im Sommer 2013 durchgeführt und danach die einzelnen Module überarbeitet. Ab Januar 2014 wurden 9 Angebote durchgeführt.

Losgelöst

Der Landesverband Bayern der Kolpingjugend veranstaltete im Oktober 2014 eine Landeswalfahrt zum Thema „Losgelöst – wir fairändern Bayern“. Die Kolpingjugend Köln wurde von ihnen angefragt, ob man einen Workshop oder ähnliches übernehmen könnte und tat dies auch. Zudem wurd eine Gruppenfahrt für alle Interessenten angeboten, an der insgesamt 22 Kölner teilnahmen und gemeinsam nach Bayern fuhren.

Resümee

Abschließend kann man das Projekt als Erfolg bezeichnen. Über 2 Jahre hinweg konnten wir einen Großteil unserer Ideen umsetzen und haben viele verschiedene Aktionen durchgeführt. Da diese sehr vielfältig waren, konnten viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Dabei hat man im Laufe des Projekts gemerkt, dass ein Wissenszuwachs bei den Teilnehmenden, die an mehreren Aktionen beteiligt waren, stattgefunden hat. Oftmals haben die Teilnehmenden sich zum ersten Mal Gedanken über ihren Konsum und dessen Auswirkungen gemacht.